Gegenüber von Sancerre, am rechten Ufer der Loire
Pouilly-Fumé – auch „Blanc Fumé de Pouilly“ genannt – erstreckt sich über sieben Gemeinden der Nièvre, am rechten Ufer der Loire, genau gegenüber dem Weinbaugebiet von Sancerre. Beide Appellationen teilen sich den Sauvignon und einen Teil ihrer Geologie, doch Pouilly-Fumé pflegt eine enger gefasste Identität: ausschließlich trockener Weißwein aus einer einzigen Rebsorte.
Das Terroir: vier Böden, eine Feuerstein-Signatur
Das Weinbaugebiet ruht auf vier großen Bodentypen: Ton-Kiesel-Böden, kimmeridgische Mergel, harter Kalkstein und Feuerstein-Tone. Diese Feuersteine begründen den Ruf der Appellation: Sie verleihen dem Sauvignon eine straffe Mineralität und jene charakteristische Note von „Feuerstein“ bzw. Schießpulver, wie ein angerissenes Streichholz.
Was den Namen „Fumé“ betrifft, so soll er auch an die graue, rauchfarbene Pruine erinnern, die die Sauvignon-Beeren bei voller Reife bedeckt – daher der alte Name „Blanc-Fumé“. Terroir und Rebsorte verbinden sich so bis in den Namen der Appellation hinein.
Der Stil der Weine
Der Pouilly-Fumé ist ein geradliniger, edler trockener Weißwein mit einer Nase von Zitrusfrüchten und weißen Blüten, die sich nach einiger Zeit in der Flasche zu Gewürz- und Feuersteinnoten öffnet. Mineralischer und oft straffer als sein Nachbar aus Sancerre, begleitet er wunderbar Flussfische, Meeresfrüchte und Ziegenkäse aus dem Centre.
