Das Layon-Tal
Südwestlich von Angers folgt die Appellation den Hängen entlang des Layon, eines linksufrigen Nebenflusses der Loire, auf siebenundzwanzig Gemeinden. Sie bildet das Herz der Anjou-Produktion lieblicher Weine, mit kommunalen Bezeichnungen (Beaulieu, Faye, Rablay, Rochefort, Saint-Aubin, Saint-Lambert) und einer „Premier Cru"-Angabe für Chaume.
Das Terroir und die Edelfäule
Man befindet sich hier im „Anjou noir", dem südöstlichen Teil des Armorikanischen Massivs, mit überwiegend schiefrigen Böden — braune, dunkle und flachgründige Erde. Diese gut exponierten und durchlüfteten Hänge begünstigen die Frühreife und Überreife des Chenin. Von Hand in aufeinanderfolgenden Lesedurchgängen geerntet, wird die Traube durch Botrytis cinerea (Edelfäule) oder durch Einschrumpfen am Stock konzentriert.
Der Stil der Weine
Der Coteaux-du-Layon ist ein lieblicher Weißwein von goldener Farbe, mit Aromen von kandierten Früchten, Quitte und Honig, den die lebhafte Säure des Chenin vor Schwere bewahrt. Dieses Gleichgewicht zwischen Süße und Frische verleiht ihm ein außergewöhnliches Lagerpotenzial: Die besten Jahrgänge halten sich rund zwanzig Jahre, die größten sogar ein Jahrhundert.
