Zwischen Loire und Cher
Flussaufwärts von Tours, am linken Ufer, nimmt Montlouis das Zwischenland zwischen Loire und Cher ein, über drei Gemeinden. Wie Vouvray, das ihr auf der anderen Flussseite gegenüberliegt, erzeugt sie ausschließlich Weißweine aus Chenin, in stillen Versionen (von trocken bis edelsüß) und in Schaumweinen, die nach der traditionellen Flaschengärung hergestellt werden.
Das Terroir: Tuffeau, Perruches und Sande
Das Plateau ruht auf dem Tuffeau der Touraine, dem regionalen weichen Kalkstein. An der Oberfläche dominieren die « Perruches » — Tone mit Feuerstein — sowie alluviale Sande, die im Zwischenland abgelagert wurden. Diese leichteren, besser drainierten Böden verleihen den Montlouis-Weinen ein oft lebhafteres und luftigeres Profil als jenes von Vouvray, mit einem schönen Fruchtausdruck.
Der Stil der Weine
Die Weine werden nach ihrem Restzuckergehalt eingeteilt, von trocken bis edelsüß, wobei letztere aus Spätlesen stammen, die Jahren mit schönem Herbst vorbehalten sind. Die trockenen Weine, oft straff und salzig, sowie die feinen Perlen haben den jüngeren Ruf der Appellation begründet, die zu einem bevorzugten Ausdrucksfeld für eine neue Winzergeneration des Chenin geworden ist.
