Der Grand Cru der Loire
Als Enklave von rund fünfzig Hektar innerhalb der Coteaux du Layon, in der Gemeinde Rochefort-sur-Loire, ist Quarts de Chaume die einzige Appellation im gesamten Loiretal, die die Bezeichnung „Grand Cru" trägt — eine von der INAO bestätigte Auszeichnung. Sein Name soll von dem mittelalterlichen Brauch stammen, dem Lehnsherrn ein Viertel der Ernte aus den besten Parzellen vorzubehalten.
Das Terroir und das Mesoklima
Der Untergrund vereint brioverische Schiefer und Konglomerate aus dem Karbon, auf geschützten Hängen. Vor allem erzeugt eine weite Flussschleife des Layon herbstliche Morgennebel, die die Entwicklung von Botrytis cinerea ideal begünstigen. Dieses einzigartige Mesoklima erklärt die Regelmäßigkeit und Konzentration der Weine. Der Ertrag ist sehr niedrig gedeckelt, auf 25 Hektoliter pro Hektar.
Der Stil der Weine
In aufeinanderfolgenden Lesedurchgängen bei Überreife geerntet, ergibt der Chenin hier einen Süßwein von bemerkenswerter Dichte und Reinheit: kandierte Früchte, Zitrusfrüchte, Honig und Safran, getragen von einer Säure, die den Wein strafft und ihm ein Lagerpotenzial von mehreren Jahrzehnten sichert. Er zählt zu den großen Süßweinen der Welt.
