Ein Hang-Amphitheater bei Auxerre
Rund fünfzehn Kilometer südöstlich von Auxerre, im Auxerrois, breitet Irancy seine Reben auf drei Gemeinden aus, in einer Hangmulde, die ein plein sud exponiertes Amphitheater bildet. Es ist eine der seltenen ausschließlich roten Appellationen der Yonne, nur wenige Kilometer von Chablis entfernt. Die im selben Gebiet erzeugten Weiß- und Roséweine gehören dagegen zur regionalen Appellation Bourgogne.
Das Terroir und der César
Die Ton-Kalk-Böden — Kalkstein, Mergel und Ton — bieten dem Pinot Noir unter einem gemäßigten, leicht kontinental geprägten Klima gut exponierte Hänge (Palotte, Les Mazelots, Les Cailles …), die die unter dieser Breite wertvolle Reife begünstigen. Die große Besonderheit von Irancy ist der César: Diese alte, bis zu 10 % des Verschnitts zugelassene und fakultative Rebsorte verleiht Farbe, Tannine und einen urwüchsigen, traditionellen Charakter, den manche Winzer eifersüchtig pflegen.
Der Stil der Weine
Der Irancy ist ein kräftiger, farbintensiver Rotwein mit gutem Lagerpotenzial, mit präsenten, aber maßvollen Tanninen, getragen von schöner Lebendigkeit. Er entfaltet Aromen von Sauerkirsche, Cassis, Kirsche und Gewürzen. Man genießt ihn bereits nach drei oder vier Jahren, doch er reift mühelos zehn bis zwanzig Jahre — und deutlich länger bei den traditionellsten, césarreichen Cuvées. Ein Pinot Noir des Nordens, zu servieren bei etwa 16–17 °C.
